Die missglückte Bootsfahrt

 
Stationen:

A bis H in Kartenansicht

 

A)   Lottstetten, PLZ: 79807,  25.04.2012

B)   Digoin, PLZ: 71160,   25./26.04

C)   Castelmoron sur Lot,  PLZ: 47260, 26.04./03.05.

D)   Challans, PLZ: 85300,   03.04.05

E)   Montrichard, PLZ: 41400,  04.05.05

F)   Burg Guedelon (mittags) 05.05.2012 (St. Amand en Puisaye)

G)   Chagny, PLZ: 71150,   05.06.05

H)   Lottstetten, PLZ: 79807,  06.05.2012

 

Reiseroute

 Gefahrene Route: Lottstetten -  Castelmoron sur Lot - Atlantik - und zurück

 

 

Bei ziemlich gutem Wetter beginnen wir unser Abenteuer „Schifffahrt auf dem Lot“. Wir starten ca. 8.30 Uhr in Lottstetten Richtung Castelmoron im Aquitaine, mit dem Zwischenziel Digoin (80 km südlich von Dijon).

 

Um ca.14:00 Uhr konnten wir im Hotel „Le Canalou“ an der Loire einchecken. Trotz Sonnenschein pfeift uns ein heftiger Wind um die Ohren. Gut eingehüllt erkundigen wir den Fluss und den kleinen Hafen.


 

 

Fondue-Boot

 

 

Mit erstaunen stellen wir fest, dass wir noch nicht weit entfernt der Schweiz waren. Im Fluss liegt ein, von einem Genfer (schweizer),  modifizierten Frachter mit aufgebautem Restaurant, dessen Angebot ausschliesslich aus 17 verschiedenen Fondue Varianten bestand. Leider war die Eröffnung erst einige Tage später geplant.

 

Nach durchstandener Nacht - die Klimaanlage hat überhaupt nicht funktioniert, die Fenster konnte man nicht öffnen – setzten wir unsere Reise durch das Massiv Central fort. Auf über 1000 m ü.M. mussten wir uns auf der Autobahn durch heftigen Regen kämpfen. (Aussicht beschränkt!)


 

 

Maridadi

 

 


 


 

                                                           Maridadi


 


 

 

Das Bed und Breakfast-Haus „Maridadi“ in Castelmoron sur Lot hat sich als gute Wahl herausgestellt. Wir wurden ausserordentlich herzlich empfangen. Das im Preise inbegriffene Frühstück übertraf alle Erwartungen, es fehlte an nichts. Neben dem Zimmer stand uns noch ein Aufenthaltsraum (für 2 Zimmer) mit Fernseher zur Verfügung. Der private Parkplatz wurde immer abgeschlossen, die Wirtsleute überaus zuvorkommend und hilfsbereit.

http://www.maridadi.net

 

Der umgehende Besuch beim Hafenmeister im „Port Lalande“, eröffnete uns die erste Enttäuschung. Obwohl unsere Hausboot-Fahrt erst in zwei Tagen stattfinden sollte, erklärte uns Robert Graham, dass der Lot vorläufig wegen Hochwassers gesperrt sei.

Wir sollen doch am Samstag nochmals vorbeischauen!

http://www.castelmoron-nautic.fr/castelmoron-nautic2.php

 

So erkundigten wir die nächsten Tage das Umland von Castelmoron sur Lot, mit den Flüssen Lot, Baise, Garonne und Canal de Garonne. Im Umkreis von 100 Km haben wir (im Verlaufe der sechs Tage) alle grösseren Orte besucht.


 


 

 

 

Anhöhe,  6 Km westlich von Castelmoron sur Lot  

 

 

mit Sicht nach Osten und Westen 

Laparade

 

 

 

 

 

 

 Alte Mühle, 8 Km südlixh von Castelmoron sur Lot

  Sicht von der Mühle nach Norden, Im Hintergrund Castelmoron sur Lot.

 

 

Am 27.04.

Ausflug nach Villeneuve sur Lot mit 290'000 Einwohnern, der nächst grösseren Stadt. Das idyllische Sommertheater, in der Form einer Arena, am Ufer des Lots war vollkommen überschwemmt. Leider war der Regen auch wieder dabei.

 

 

Villeneuve sur Lot

 Übeschwemmung des Amphi-Theaters in Villeneuve sur Lot

 

 

Commanderie

 

 


 


 


 


 


 


 

 

Weiter nach Pujol und auch nach Agen mit 34'000 Einwohnern. 


 

Auf dem Rückweg konnten wir uns in der „Commanderie“, welche in diesem schönen Gebäude Komplex integriert ist, in Temple sur Lot, zum Essen niederlassen.

 

 

 

Am 28.04.

Wir„rennen“ im örtlichen Kiosk von Castelmoron (1'700 Einwohner) der Prepayd Karte fürs Handy nach - wieder eine neue Telefonnummer.


 

Anschliessend fahren wir nach Nérac (7'000 Einwohner), eine Station am Fluss Baise, welche wir mit dem Schiff anzufahren gedenken. Bei Nieselregen und Wind besuchen wir einen der grössten Bauernmärkte der Gegend. Henry IV. hatte hier im Schloss  

Nérac seine Residenz

Die Burg wurde im fünfzehnten Jahrhundert von Alain d'Albret der Grosse, dem Ur-Urgrossvater von Henry IV gebaut. Hauptwohnsitz des zukünftigen Königs von Frankreich.

 

 

Auf dem Rückweg machen wir Halt in Buzet am Canal de Garonne. Unmittelbar am Canal, am Hafen ist eine kleine Beiz, eine Art Chalet mit Zelt. Wir trinken etwas und bestellen das Mittagessen.

Plötzlich geht das Licht aus, die gesamte Stromversorgung des Hafens ist weg. Jetzt wird es interessant. Es tauchen weitere Gäste auf, der Wirt gestikuliert, an einem Kasten wird geschraubt, gedrückt, das Licht geht an. Alle sind erleichtert, dann allgemeines lachen – das Licht geht wieder aus. Da muss ein Elektriker her, der aber kommt heute nicht mehr. Das Essen musste umgestellt und reduziert werden, da nur noch eine Gasflamme zur Verfügung stand. Wir essen was es gibt. Zum Trost spendet der Wirt den Wein.

 

Buzet Hafen

 Hafen am Canal de Garonne in Buzet 

 

 

Am 29.04.

Bei Sonnenschein fahren wir nach Issigeac, mit Häusern aus dem 16. Jahrhundert, dem Palast der Bischöfe von Sarlat und sehen uns den grossen historischen Markt an. Im inzwischen sehr kühlen und windigen Wetter vergeht uns die Lust auf einen outdoor Drink. Anschliessend geht die Fahrt nach dem 17 km entfernten Bergerac (28'000 Einwohner).

 

Issigeac

 Markt in Issigeag mit dem Palast der Bischöfe 

 

Am 30.04.

Das Wetter ist schlecht. Besuch des „Musée du Pruneau“ (Pflaumenmuseum) in Lafitte/Lot. www.musee-du-pruneau.com

Das schwarze Gold des Lot und Garonne“, die Pflaumenproduktion ist in dieser Gegend sehr verbreitet. Die Trocknung und Verarbeitung wird dort in anschaulicher Weise dargestellt.

 

Am 01.05.

Es ist schönes Wetter, trotzdem können wir noch nicht mit dem Hausboot fahren. Am Abend essen wir in Tonneis (20 km) bei einem „Italiener“ Tagliatelle - sollten es gewesen sein!. In Frankreich sind an Sonntagen und Feiertagen am Abend die Beizen zu, man muss froh sein etwas zu finden.


 

 

Am 02.05.

Gemälde Ausstellung

Schönes Wetter, wir können immer noch nicht nicht auf den Lot. Das Wasser ist zu hoch. Fahren nach La Réole (4'000 Einwohner - abnehmend) in der Gironde, um eine Ausstellung von Künstlern der Gegend zu besuchen.


 

 

Reole Gefallenendenkmal

 

Gefallenen Denkmal von La Réole 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In dieser Stadt wird uns bewusst, dass es den Bewohnern dieser Gegend nicht allzu gut geht. (Strassen, Kleidung, Häuser etc.)

 

 

Sauterne Gasthof

 

 

Anschliessend geht die Tour nach Sauterne. (Bekannte Weine)


 


 


 

Imposant sind die unendlichen weiten Weinberge. Die Appellation ist fünf Gemeinden vorbehalten (Sauterne, Barsac, Preignac, Bommes und Fargues). Die Vorschriften setzen einen Mindestalkoholgehalt von 13 Prozent fest. Ausserdem ist in jedem Jahr eine Geschmacksprüfung zur Bestätigung der geforderten Süsse vorgegeben.

 

 

 

Abends um 19:00 Uhr nochmals eine Lage-Besprechung mit dem Hafenmeister. Da keine Nivellierung des Wasserstandes in Sicht ist, beschliessen wir den Abbruch der "Übung" und verschieben die Tour auf den Herbst in der Hoffnung auf eine reguläre Pegelhöhe und etwas schöneres Wetter.

 

Am 03.05.

Donnerstag, Abfahrt mit dem neuen Ziel von Challanse, in Richtung Atlantik. 

Dort angekommen, musste abends um 18:00 Uhr noch ein Abstecher an den Atlantik gemacht werden, musste aber nach einer Irrfahrt  aufgegeben  werden, da uns die riesigen Sanddünen den Ausblick aufs Meer versperrten. Im Hotel  „Le Marais“ haben wir die Nacht verbracht.

 

 

04.05.

Porniac Strand

Weiter ging die Fahrt Richtung Porniac. Wetter so-so-la-la. 

Ein interessantes Städtchen, direkt am Atlantik, hat uns sehr gut gefallen. Beim Ausflug an den Hafen verpasste Lea ihr Leibgericht, Austern mit Weisswein. Grund: - Das Strandcafe öffnete erst am Nachmittag.

 


 

 

Kapelle Montrichard

Weiter nach Montrichard (3'500 Einwohner) im Departement Loir-et-Cher. Übernachten im „Hotel de la Gare“. Andauernder Regen. In einer alten Kapelle, mitten im Ort, heute ein angesehenes Restaurant, auf zwei Etagen angesiedelt, trotz sehr guter Belegung, konnten wir noch einen Tisch auf der Empore ergattern.

 

 

Am 05.05.

Weiter nach Cosne Court und nach Guédelon. Auf dieser Route passierten wir eine Landstrasse von 22 km Länge ohne eine Kurve, man könnte dort das Lenkrad arretieren!

 

Guédelon ist keine Stadt – es ist eine Ereignis!

„Ils bâtissent un château fort“ (Sie bauen eine Festung) Im Herzen der Puisaye, einer unberührten Region des Burgunder Departements Yonne. Ausschliesslich mit Werkzeugen und Techniken des 13. Jahrhunderts und mit Materialien, welche vor Ort gefunden werden, wird seit 1997 gearbeitet und wird noch weitere 10 Jahre dauern. Der Baubeginn der zum Vorbild gemachten Burg war 1226, im übrigen an einer ganz anderen Stelle. Alle, ca. 50 Mitarbeiter tragen Arbeitskleider des 13. Jahrhunderts.

 

http://www.guedelon.fr/index.php?lg=de

 GPS-Koordinaten:

3°09'17'' OST

47°34'53" NORD


 

 

Guedelon Steinhauer

 

 

Freiwilliger Steinmetz bei der Arbeit 

 

 

Guedelon Verpflegung

 

 

 

 

 

Guedelon Fluchttausgang

 

 

 

  Verpflegung der damaligen Bewohner  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Notausgang der Burg, heute Eingang zum Saal.  

 

 

Guedelon Küche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Küche der heutigen Burg,

im Betrieb

Guedelon Lastenaufzug

  Lastenaufzug beim Bau der heutigen Burg 

 

 

Leider musste die Fahrt am gleichen Tage nach Chagny im Burgund fortgesetzt werden da, der uns ständig begleitende Regen, einen weiteren Aufenthalt bei der Burg verwehrte.

Chagny Muscadiere

In der „Auberge de La Muscadière“ genossen wir ein vorzügliches Abendessen mit dem teuersten Rotwein auf der Karte. - (ein Liter 11.10 €)


 

 

 

 

Am 06.05.

Die Rückfahrt nach Hause verlief reibungslos, so wie die gesamten Reise. Ankunft in Lottstetten ca. um 14.00 Uhr.

 

Anmerkung zur Lage: 

Noch nie, bei unseren vielen Frankreichtouren, konnten wir, wie hier im Aquitaine und Perigord, im Südwesten von Frankreich, feststellen, dass prozentual so viel Ausländer niedergelassen waren. Französische Wirte waren eine seltene Gattung. Viele Engländer, Holländer auch Deutsche und Schweizer, welche dort niedergelassen sind, haben wir angetroffen.

Ein Zitat der Einheimischen lautet: 

Es wohnen viele Ausländer in unseren Dörfern, allerdings gibt es auch Dörfer da wohnt ein Franzose!

Diese Gegend ist touristisch noch wenig erschlossen. Ausser den Kanalfahrten mit Wassersport gibt es wenig ausserhalb der Städte.  Auch die Restaurants sind weit verstreut zu finden. Trotzdem ist die leicht hügelige Landschaft mit Ihren Flüssen sehr lieblich, schön und weit.

 

 

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Letzte Änderung:  21.06..2012

 

 

 


 

Forschungen über den Namen Eisenlohr.

Geschichte. 


 

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